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SDSL-Anschluss: Wenn der Carrier ablehnt oder storniert …

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SDSL-Anschluss: Wenn der Carrier ablehnt oder storniert …

 

Der eine oder andere hat die unschöne Erfahrung vielleicht bereits gemacht: Obwohl man im Vorfeld die Verfügbarkeit eines SDSL-Anschlusses am Wunschstandort abgefragt und überprüft hat, erteilt der beauftragte Provider nach einigen Tagen eine Absage. Oft heißt es dann, der bestellte Anschluss könne aus „technischen Gründen“ leider nicht bereitgestellt werden. Doch wie kann es trotz Verfügbarkeitsprüfung überhaupt zu einer solchen Absage kommen?

 

So funktioniert ein SDSL-Anschluss

 

Zunächst einmal so viel: In der Regel liegen einer solchen Absage tatsächlich technische Gründe vor. Das liegt daran, dass nahezu alle SDSL-Anschlüsse über Kupferleitungen realisiert werden – zumindest auf dem letzten Stück. Auch wenn Provider also ein eigenes Datennetz betreiben, müssen sie für die Teilnehmeranschlussleitung auf eine angemietete Leitung am Zielstandort zurückgreifen. Vermietet werden diese von der Deutschen Telekom, die laut Bundesnetzagentur dazu verpflichtet ist, die Kupferleitungen anderen Providern zu einem regulierten Preis zur Verfügung zu stellen.

 

Bis zu vier Leitungen pro SDSL-Anschluss nötig

 

Je nach gewünschter Bandbreite werden für einen SDSL-Anschluss jedoch bis zu vier Teilnehmeranschlussleitungen benötigt. Da aber auch Telefon- oder ADSL-Anschlüsse Leitungen benötigen, kann es durchaus vorkommen, dass an einem Standort einfach nicht (mehr) genug Teilnehmeranschlussleitungen für den SDSL-Anschluss zur Verfügung stehen. Die Krux an der Sache – sowohl für Provider als auch Verbraucher – ist, dass die Deutsche Telekom die Leitungen zwar grundsätzlich zur Verfügung stellen muss – eine Pflicht zur Nachrüstung hat sie im Fall eines Mangels allerdings nicht. Darüber hinaus wird ihr auch zugestanden, einen gewissen Anteil der Kapazitäten für den Eigenbedarf vorzubehalten.

 

Absage des SDSL-Anschlusses trotz Verfügbarkeitsprüfung

 

Da der Provider zum Zeitpunkt der Bestellung nicht weiß, wie viele Leitungen am Standort aktuell (noch) verfügbar sind, kann es durchaus passieren, dass er eine Absage seitens der Deutschen Telekom erhält, die er dann sozusagen an seinen eigenen Kunden weiterleiten muss. Einen Sonderfall gibt es unter den Providern allerdings: Mit dem Erwerb von Kabel Deutschland hat sich Vodafone ein Stück Unabhängigkeit gesichert und kann SDSL-Anschlüsse über das eigene Breitbandkabelnetz realisieren. Bei einer Anfrage bzw. Bestellung über Vodafone kann daher im Vorfeld eine verbindliche Auskunft eingeholt werden, ob ein SDSL-Anschluss am Wunschstandort definitiv realisiert werden kann. Dafür ist das Vodafone-Netz leider noch nicht flächendeckend in ganz Deutschland ausgebaut.

 

Nun bestünde natürlich noch die Option, einen Anschluss direkt bei der Deutschen Telekom zu buchen, um das Risiko einer Absage möglichst gering zu halten. Das ist natürlich durchaus eine Möglichkeit, allerdings liegen die Kosten bei der Deutschen Telekom bei geringerer Bandbreite erfahrungsgemäß meist deutlich über den Mitbewerbern. Ein Preisvergleich empfiehlt sich im Vorfeld daher in jedem Fall.

 

Weitere Gründe für die Absage eines SDSL-Anschlusses

 

Abgesehen von der Leitungsverfügbarkeit an sich gibt es im Übrigen auch noch weitere Gründe für die Ablehnung einer Bestellung – beispielsweise die Leitungslänge. Denn je länger die Teilnehmeranschlussleitung (also das „letzte Stück“ vom Hauptverteiler aus) ausfällt, umso weniger eignet sie sich für einen SDSL-Anschluss. Je nach eingesetzter Technik, Leitung und gewünschter Bandbreite sollte der Hauptverteiler in der Regel nicht weiter als 1,5 und 3,5 Kilometer vom Standort entfernt sein. Aus diesem Grund kommt es zum Beispiel häufig in Industriegebieten, die eher am Stadtrand lokalisiert sind, zu Problemen bzw. Absagen in Hinblick auf einen SDSL-Anschluss. Darüber hinaus gibt es zudem auch noch Leitungstechniken, die für SDSL-Anschlüsse ungeeignet sind. Bei OPAL handelt es sich zum Beispiel um eine optische Anschlussleitung, die bis in die 90er verwendet wurde.

 

Die bestmögliche Verfügbarkeitsprüfung für Ihren SDSL-Anschluss

 

Da die eingesetzte Leitungstechnik am Standort oft ebenso wenig bekannt ist wie die tatsächliche Leitungslänge bis zum Hauptverteiler, liefern die pauschalen Verfügbarkeitschecks vieler Anbieter häufig falsche Ergebnisse. Ob ein SDSL-Anschluss an einem Standort möglich ist, kann aus vielen Gründen im Vorfeld selten absolut zuverlässig vorausgesagt werden. Es gibt allerdings einige Tools, die eine ausführliche Vorab-Recherche ermöglichen und zusammen mit einer gewissen Prise an Erfahrung durchaus eine gute Einschätzung ermöglichen. Gerne setzen wir unsere Erfahrungen und Know-how für Sie ein und prüfen die Verfügbarkeit an Ihrem Wunschstandort individuell, um das Risiko einer Absage für Sie möglichst gering zu halten. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

 

Ihr firmensdsl-Team